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Das Casa Paderborn, 07:15 Uhr |
Als ich aufwache, scheint mir der Morgen dunkler als all die anderen davor. Und trüber, kühler, als läge Nebel über Pamplona.
Ich versuche, alles so zu machen wie jeden Morgen. Rucksack packen, frühstücken. Aber ich gehöre schon nicht mehr dazu. Ihr seid jetzt schon so weit weg von mir, denke ich. Reden will ich nicht mehr. Es ist alles gesagt. Ich fühle mich wie im Publikum eines großen Theaters. Ich kann nur noch beobachten, was passiert. Es zerreißt mir das Herz, den Weg hier und jetzt verlassen zu müssen. Und der Kloß in meinem Hals wächst.
Ich versuche, alles so zu machen wie jeden Morgen. Rucksack packen, frühstücken. Aber ich gehöre schon nicht mehr dazu. Ihr seid jetzt schon so weit weg von mir, denke ich. Reden will ich nicht mehr. Es ist alles gesagt. Ich fühle mich wie im Publikum eines großen Theaters. Ich kann nur noch beobachten, was passiert. Es zerreißt mir das Herz, den Weg hier und jetzt verlassen zu müssen. Und der Kloß in meinem Hals wächst.
Ich halte es im Casa Paderborn nicht mehr aus. Draußen kann ich wenigstens atmen. Ein Pilger nach dem anderen verlässt das Haus und macht sich auf den Weg. Schweigend umarme ich Pierre, dann Martin. Hey, macht euer Ding. Und passt gut auf euch auf.
Irgendwann schleiche ich verloren durch Pamplona, sitze stundenlang im Busbahnhof, ohne zu merken, wie die Zeit vergeht. Es ist genug. Ich muss hier weg.
Es geht mir erst besser, als ich im Bus sitze und über die Pyrenäen zurück nach St.-Jean-Pied-de-Port fahre. Als ich dort ankomme, ist es ein bisschen wie nach Hause kommen. Bei Jacques werde ich wieder herzlich aufgenommen. Es tut gut, diesen Abend noch hier zu sein.
Soundtrack of the day: Fink - Perfect Darkness